Archiv von April 2010

Aal droht am Bodensee auszusterben

Apr
22

Biologen und Fisch-Experten warnen: Der Euopäische Aal könnte aussterben. Am Bodensee gehen die Bestände stark zurück.

Es ist ein beeindruckender Naturkreislauf: Der Aal wandert Tausende Kilometer weit und kehrt erst nach 15 oder 20 Jahren zurück an den Ausgangspunkt in der Karibik. Doch das Schauspiel wird immer seltener: Der frühere Allerweltsfisch droht auch am Bodensee auszusterben.

„Der Europäische Aal laicht in der Karibik“, berichtet Rainer Berg, Leiter der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg in Langenargen. Die Larven ziehen quer über den Atlantik nach Europa. Teilweise lassen sie sich von der Meeresströmung treiben. Zum natürlichen Kreislauf gehört schließlich der Aufstieg in den Flüssen zu den Binnenseen. In ihnen leben die Tiere bis zu 20 Jahre lang, um dann wieder zurück in die Karibik zu ziehen. Dort laichen sie – und der Zyklus beginnt von neuem. Doch dazu kommt es vielfach gar nicht mehr. Rainer Berg: „Die Bestände brechen dramatisch ein.“ Es seien noch drei bis vier Prozent der Erträge in den 70er Jahren.

Es werden nur noch große Aale gefangen, weil schlichtweg der Nachwuchs fehlt. Die Gründe sind sehr komplex. Rainer Berg nennt den Verbau der Flüsse durch Kraftwerke und der weltweite Handel mit den Jungtieren, die Glasaale heißen. Schadstoffe in den Flüssen könnten zum Rückgang der Fruchtbarkeit führen, vermuten Forscher. Ein großer Teil der Glasaale wird zudem direkt in den Küstenländern verzehrt, wo sie als Spezialität gelten.

Wegen des komplexen Lebens hat es bislang nicht geklappt, den begehrten Speisefisch in Brutanstalten zu züchten. Doch Rainer Berg hat eben aus Japan gehört, erstmals sei es im Labor gelungen, den Zyklus zu schließen. Nun komme es ganz darauf an, wie groß der Aufwand für die Aalzucht ist.

Quelle: südkurier.de

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Bitte mitmachen: Wale in Gefahr

Apr
22

In wenigen Tagen wird ein Vorschlag veröffentlicht, der die Jagd auf Wale zu kommerziellen Zwecken erstmals seit 24 Jahren wieder erlauben würde.

Sobald der Vorschlag publik gemacht wird, stehen die Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfangkommission vor der Entscheidung, ob sie ihn unterstützen oder zurückweisen.

Ein Sturm der Entrüstung, kurz bevor die Staaten über ihre Position entscheiden, stärkt die Bestrebungen der Walschützer und könnte verhindern, dass der Walfang wieder erlaubt ist! Avaaz startet diese Notfallpetition im allerletzten Moment und wird sie jedesmal wenn 100,000 Unterschriften zusammenkommen, an die Delegierten der Walfangkommission übergeben…

Hier gehts zur Petition! Bitte mitmachen!!! Danke.

Quelle: avaaz.org

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Nordseeküste: 900 tote Seehunde

Apr
12

Mehr als 900 Seehunde sind im vergangenen Jahr allein an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste tot aufgefunden worden. „Eine gewisse Anzahl von Totfunden ist normal, doch im letzten Herbst und Winter waren es dreimal mehr Tiere als üblich“, sagte der Biologe Kai Abt vom Kieler Büro Wildlife Consulting in Tönning. Abt erfasst im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein den Seehundbestand. Bei den meisten tot aufgefundenen Seehunden handelte es sich um Jungtiere. Abt geht davon aus, dass der größte Teil des Geburtsjahrgangs 2009 gestorben ist. Bei den Untersuchungen toter Tiere sei besonders häufig Lungenwurmbefall festgestellt worden, sagte die Leiterin der Meeressäuger-Arbeitsgruppe des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste, Ursula Siebert. Insgesamt untersuchten die Tierärzte mehr als 200 Tiere. Hochgradiger Lungenwurmbefall bei Seehunden werde auch aus Niedersachsen und den Niederlanden gemeldet.

Quelle: bild.de

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