Nordseeküste: 900 tote Seehunde

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12.
Apr

Mehr als 900 Seehunde sind im vergangenen Jahr allein an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste tot aufgefunden worden. „Eine gewisse Anzahl von Totfunden ist normal, doch im letzten Herbst und Winter waren es dreimal mehr Tiere als üblich“, sagte der Biologe Kai Abt vom Kieler Büro Wildlife Consulting in Tönning. Abt erfasst im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein den Seehundbestand. Bei den meisten tot aufgefundenen Seehunden handelte es sich um Jungtiere. Abt geht davon aus, dass der größte Teil des Geburtsjahrgangs 2009 gestorben ist. Bei den Untersuchungen toter Tiere sei besonders häufig Lungenwurmbefall festgestellt worden, sagte die Leiterin der Meeressäuger-Arbeitsgruppe des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste, Ursula Siebert. Insgesamt untersuchten die Tierärzte mehr als 200 Tiere. Hochgradiger Lungenwurmbefall bei Seehunden werde auch aus Niedersachsen und den Niederlanden gemeldet.

Quelle: bild.de

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