Archiv für die Kategorie ‘Aquaristik’

Nano Aquarium – Großer Hype um kleine Pfützen

Nov
01

So langsam aber sicher bricht sie an, die Weihnachtszeit oder besser gesagt die Vorweihnachtszeit. Überall wo man hinschaut in den Geschäften liegen schon die Packungen mit den Schokoladen-Weihnachtsmännern und auch die Baumärkte sind schon prall gefüllt mit Bunten Christbaumkugeln und dem ganzen Zubehör, was man für eine stimmungsvolle Weihnachtszeit braucht.

Keine Ausnahme machen dabei die Zoofachgeschäfte und die Zooabteilungen der Baumärkte und Gartenmärkte, die sich ebenfalls schon auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft gerüstet haben.

Seit längerer Zeit erfreut sich die Nano-Aquaristik einer großen Beliebtheit und ist man Anfangs von einem kurzfristigen Boom ausgegangen, so war schnell klar, daß dieser Trend anhalten wird.

Nun kann man diesen kleinen Mikrokosmos natürlich als Vorteil sehen denn selbst in der kleinsten Hütte ist Platz für so eine Pfütze von 10-30 Litern Wasser. Selbst wenn das Aquarium mal undicht werden sollte dann hält sich die Überschwemmung trotzdem in Grenzen.  (weiterlesen…)

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Neue Bewohner bekommen im Garnelenbecken

Feb
19

Mein Göttergatte hat mir Heute 10 für mich sehr schöne Crystal red geschenkt, ich war Baff als er mit einer Fischtüte nach Hause kam von der Arbeit. Da hat er doch echt früher Feierabend gemacht um mir Garnelen zu schenken, hachhhh :-)

Auf dem Bild sind die Kleinen noch etwas farblos, das war direkt ein Schnellschuss wo sie gerade in die Schüssel kamen zum umgewöhnen.

Ich werde Morgen neue Bilder in die Bildergalerie unter “Crystal red” einsetzen von den Schönheiten ;-)

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Schneckenplage im Aquarium

Feb
02

Vor allem bei Anfängern in die Aquaristik liest man immer wieder “Schneckenplage im Becken” oder Hilfe die Schnecken explodieren” und es wird dann immer das Wort “Schneckenplage” benutzt. Daß sich der Aquarianer diese Plage aber selber herangezüchtet hat, das erwähnt keiner.

Klar, die meisten neuen Pflanzen die man im Fachhandel kauft, da bekommt man selten welche, wo kein Schneckenlaich dran haftet oder wo sich schon ein paar kleine Schnecken drauf vergnügen.

Wenn man mit neuen Pflanzen Zuhause ist, sollte man sie gut abspülen unter lauwarmen fliessendem Wasser, dann ist schon das meiste von den Schnecken ab und nicht nur Schnecken, man schleppt sich oft auch andere “Ungeziefer” mit nach Hause.

Ich lege die Pflanzen immer kurz in ein Mineralwasserbad, das  Mineralwasser “muss” da einen sehr hohen Anteil an Kohlensäure haben, so ist man auf der praktisch sicheren Seite und so nimmt man sich wenigstens schon mal nichts mit ins Becken rein, was schon lebte… dabei geht es mir persönlich um irgendwelche Würmer und Libellenlarven. Der Garnelenhalter unter Euch, der schon viele Zwerggarnelen durch eingeschleppte Libellenlarven verloren hat, der weis was ich meine ;-) In einem reinen Fischbecken ist das nicht das Problem, Fische betrachten solche eingeschleppten Mitbringsel als Snack :lol:

Das heisst nun nicht, daß wenn man Pflanzen im Mineralwasserbad kurz liegen hat, danach ausspült und dann ins Becken macht, daß man dann absolut keine Schnecken mehr drinhaben wird, der Laich vonManchen ist sehr robust und wenn man ihn übersieht, dann schlüpft es nach einiger Zeit im Becken und so nimmt alles seinen Lauf.

Nun zurück zu der “Schneckenplage”. Richtig zur Plage werden Schnecken erst, wenn sie reichlich Futter bekommen, dann können Schnecken echt explodieren, aber da ist der Anfänger selber schuld! Weniger Füttern ist oft mehr! Nicht nur daß Futter das, wie bei manchen oft über 24 Stunden im Becken liegt, je nachdem was es ist, schon gammelt, es belastet auch das Aquariumwasser, was sich in der heutigen Nanozeit mit den 10-20 Liter Pfützen mal schnell ins Negative entwickeln kann.

Es gibt keinen Aquarianer der nicht schon mal zu viel gefüttert hat, mir selber, wo ich weit über 20 Jahre das Hobby Aquaristik habe, passiert es selbst heute noch manchmal, wenn ich abgelenkt bin durch etwas und zack ist zu viel im Becken… da hilft mir dann die “Schneckenplage” ;-) Nein, ich habe keine Schneckenplage in meinen Becken, im Gegenteil, in meinen Augen gehören Schnecken einfach ins Aquarium dazu… Sie verspeisen das Futter, was man zu viel füttert und sind z.B. in Garnelenbecken sehr sehr nützlich. Und stirbt ein Aquariumbewohner, so beseitigen sie den sehr schnell, wenn man ihn mal nicht gleich findet oder nicht sieht…  Auch das ist vor allem in Garnelenbecken wichtig…

Zur “Plage” werden Schnecken nur, wenn man zu viel füttert!!! Hält man das Futter knapp, bekommt man nie die in vielen Foren beschrieben “Schneckenplage” die sich die Leute selbst herangezüchtet haben. Ihr könnt es selber ausprobieren, füttert 1-2 Wochen viel und zack habt Ihr viel Schneckenlaich im Becken, füttert Ihr sparsam, bleibt alles im normalen Gleichgewicht und Ihr bekommt nie zu viele Schnecken! Ich steuere meine Schneckenpopulation mit dem Futter, weis ich daß bald wieder ein neues grosses Aquarium hinzu kommt, dann füttere ich viel und sobald das Becken steht, kommen sofort Turmdeckelschnecken, Posthornschnecken und Blasenschnecken ins neue Becken…

Probiert es aus!

LG

Nadine

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Zwerggarnelenbecken einrichten – FAQ

Feb
02

Hier will ich Euch Anregungen geben wie man am einfachsten ein Garnelenbecken einrichtet und zudem noch mehrere Punkte ansprechen, die für Eure neuen Aquarienbewohner, die Zwerggarnelen tödlich enden könnten, wenn man das nicht beachtet.

Dann mal los ;-) Man besorgt sich ein Aquarium, welches man haben will, ob nun 20-30 Liter, die Standardbecken von 54-60 Liter oder ein Grösseres, spielt bei der Einrichtung keine Rolle… jetzt gehe ich mal auf die einzelnen Punkte ein!

Wohlverstanden, hier geht es um Aquarien für die Garnelenhaltung, bei Fischen weicht vieles ab respektive dort ist manches vom hier geschriebenen Unwichtig!

Bodengrund:

Wenn man normalen Kies kauft, sollte man aufpassen, kunststoffummantelter gefärbter Kies kann Stoffe an das Wasser abgeben die tödlich sein können für Garnelen.

Den Kies gut auswaschen bevor man ihn ins Becken gibt.

Auf so Sachen wie “DeponitMix” werde ich in Zukunft verzichten, weil mir mit dem Deponitmix ein Becken gekippt ist, es gibt Einige die dasselbe Problem hatten, aber auch Viele bei denen es problemlos läuft… Ebenso habe ich negative Erfahrungen mit den “Wundersoils”, die im Handel hochgepriesen werden, die den PH und die GH senken und die KH verschwinden lassen… Ich habe in meinem 54er Becken normalen Naturkies drin und in meinem 160 Liter Becken Quarzsand und in meinem 60Liter Becken Aquaclay. Aquaclay hebt den PH an!

Wasser einfüllen:

Damit nicht so viel hochgewirbelt wird bei einem neuen kleinen Becken, lege ich immer einen kleinen Dessert- oder Kaffeeteller rein und lasse das Wasser aus dem Eimer darauf laufen, man kann auch mit einem Schlauch einfüllen, wenn man den Eimer höher stellt als das Becken geht das auch sehr schnell.

Beim 160 Liter Becken habe ich 2 Plastiktüten auf den Quarzsand gelegt und mit dem Schlauch direkt eingefüllt, es wurde gar nichts aufgewirbelt, das Becken war sofort klar!


Wasserwechsel, Wasseraufbereiter:

Auf normalem Bodengrund wie Kies mache ich immer einmal pro Woche am gleichen Tag 25-30 Prozent Wasserwechsel. In meinem 160 Liter Becken nur alle 3-4 Wochen einen Wasserwechsel, allerdings fülle ich das verdunstete Wasser immer auf. Das Wechselwasser sollte maximal 2 Grad kälter bei Garnelenbesatz sein, als die Wassertemperatur im Becken ist. Da Garnelen sehr empfindlich auf geringste Spuren von Schwermetallen wie Kupfer und Blei sehr oft mit dem Tod reagieren, sollte man das Wasser aus der Leitung zuerst einige Zeit abfliessen lassen. Ich nehme seit Jahren in meinen Becken immer “EasyLife FFM (flüssiges Filtermedium)”, das bindet Schadstoffe. Auch sollte das Wechselwasser in etwas gleich sein von den Wasserwerten her wie das Wasser im Aquarium.

Nach dem Wasserwechsel findet oft das “Paarungsschwimmen”statt, meistens häuten sich die Weibchen danach und dann sieht man die Männchen wie irre durchs Becken flitzen, weil die Weibchen Pheromone abgeben und man hat bald darauf mit etwas Glück eiertragende Weibchen im Becken und dann nach 4-6 Wochen Minigarnelen.

“Brita”-Wasser, da gibt es Berichte, dass das nicht Garnelentauglich ist, wegen Silberionen z.B.

Aquariumpflanzen:

Neu gekaufte Pflanzen soll man mindestens 1 -2 Wochen lang wässern bevor man sie ins Becken pflanzt. Am besten in einen Eimer legen, Wasser drauf  (nicht eiskalt) und hell stellen, dass sie Tageslicht abbekommen. Das Wasser während dieser Zeit 2-3 mal am Tag auswechseln. Die meisten Pflanzen aus dem Handel wurden behandelt gegen Schnecken oder Algen oder einfach dass sie schneller wachsen, es haben schon viele Aquarianer berichtet, dass ihnen so alle Garnelen gestorben sind. Zudem bekommt man so einige ungewollte Mitbewohner oft weg, wie Schnecken, diverser Würmer, Libellenlarven. Ich lege die neuen Pflanzen immer einmal kurz in ein Mineralwasserbad, welches einen sehr hohen Anteil an Kohlensäure haben muss! 99 Prozent was lebt, ist man so schon mal los…

Das heisst nun nicht, dass wenn man die Pflanzen wässert, man dann keine ungewollten Mitbewohner mit ins Becken bekommen kann. Ich hatte trotz wässern leider in meinen vielen Aquarianerjahren 2mal Libellenlarven erwischt. Auch bekommt man selten jeden Schneckenlaich ab, wobei für mich Schnecken zum Aquarium dazugehören.

Man liest oft dass “Anubia” gefährlich für Garnelen sei, wenn man da die Blätter schneidet sollen die Oxalsäure freisetzen. Ich hatte vor Jahren, wo mindestens immer 14 Becken liefen, in mindestens 12 Becken Anubien drin, ich hatte in den Becken keine unerklärbaren Todesfälle. In meinem neuen 160 Liter Becken sind ebenfalls Anubia drin, daran ist mir noch nie eine einzige Garnele gestorben!

Moos sollte in keinem Garnelenbecken fehlen, für den Garnelennachwuchs ist das eine richtige Spielwiese wo sie auch immer essbares finden.
Sehr schöne Pflanzen und auch noch preiswerte dazu bekommt man oft von Privat oder aus Foren und Börsen.

Dünger:

Ich verwende seit vielen Jahren den Volleisendünger von Ferrdrakon. (www.drak.de) Es gab noch in keinem meiner Garnelenbecken Probleme damit und die Pflanzen wachsen sehr schön und haben satte Farben.

Wurzeln:

Da sollte man sich für Moorkienwurzeln entscheiden, meinen die meisten. In Mopaniwurzeln sollen Schwermetalle eingelagert sein, die diese dann ans Wasser abgeben können, es sollen schon viele Garnelenhalter damit Probleme gehabt haben. Ich selber verwendete bisher immer Moorkienwurzeln, da kann man zum Beispiel schön Javamoos aufbinden, das dann nach einiger Zeit die ganze Wurzel bedeckt.

Im 160 Liter Becken habe ich nun auch eine Wurzel aus Savannenholz drin. Man findet Savannenholz wie der Name schon sagt, in den Savannenregionen. Es kommt in den Savannen Zentral-Afrikas in großen Mengen vor und wird als getrocknete Restholzwurzel handverlesen und gesandstrahlt. Es weist eine auffällige Rosettenstruktur auf, die nach dem Sandstrahlen noch mehr zur Geltung kommt. Manchmal wird im Handel auch Mangrovenholz als Savannenholz bezeichnet, was es aber nicht ist. Savannenholz ist sehr hart und schwer. Es versank sofort in meinem 160 Liter Becken. Die meisten Wurzeln trüben das Wasser bräunlich, was man aber nach einiger Zeit mit den planmässigen Wasserwechsel wegbekommt.

Steine:

Steine ist eine Geschmacksache, aber nicht nur, viele Steine härten das Wasser zusätzlich auf. Auch muss man aufpassen, es gibt Steine die Schwermetalle enthalten. Im 160 Liter Becken habe ich 3 Sodalith-Steine drin.

Der Sodalith ist ein weiss-blauer Halbedelstein, er kommt in allen Blautönen vor, oft mit weißen Adern. Der Sodalith ist hervorragend für Dekoration von Aquarien und Terrarien geeignet, da er keine oder wenn nur Spuren von Kalkeinlagerungen beinhaltet. Sein Ursprung ist vulkanisch, er kristallisiert aus Magmen.

Einlaufzeit von neuen Becken:

In der Regel lasse ich alle Becken ca. 4-6 Wochen einlaufen. In den ersten 3 Wochen gebe ich 2mal Cycle (Bakterien) ins Wasser. Wenn der Nitritpeak vorbei ist, kommen Garnelen rein. Man liest oft, daß Nitrit nicht tödlich für Garnelen sein soll, ich hatte im Nitritpeak aber schon Verluste, wo ich auch mal 2 Becken nicht traditionell einlaufen liess. Schnecken kann man schon früher reinsetzen. In meinem 160 Liter Becken kamen die Welse nach ein paar Tagen ins Becken, die Schnecken sofort, aber der Nitritpeak war dort auch schnell vorbei, da ich einen eingelaufenen Filter drin habe und meine Wasserwerte und natürlich die Welse/Schnecken ständig im Auge behalte und so notfalls schnell reagieren könnte… Anfänger sollten keine Welse – Fische – Garnelen gleich einsetzen sondern die Einlaufzeit abwarten, da wenn man unerfahren ist, leider die ersten Anzeichen selten sieht und so kann es dann schon zu spät sein für die Tiere…

Leitungswasser:

Da spielt nicht nur eine Rolle ob man Leitungen im Haus hat, die Schwermetalle abgeben, sondern sollte man das auch so testen bevor man Garnelen kauft/bestellt, damit man weis, welche Arten fürs eigene Becken geeignet sind. Wenn man, wie hier bei uns am Bodensee Leitungswasser mit GH 22 – 24 hat und PH bis 8,2 im Becken hat, dann geht es mit Crystal red / Red Bee, Bienengarnelen selten gut, ohne ein bißchen rumgepansche. Wir verschneiden unser Leitungswasser mit vollentsalztem Wasser. Unser Vollentsalzer ist von der Fa. Gralla (2 Säulen a` 2 Liter Harz 9000 Härteliter), wer sich dafür interessiert kann da schauen: Webseite Fa. Gralla. Man kann bei kleinen Becken natürlich auch “Destilliertes Wasser” im Baumarkt kaufen, aber aufpassen, da sollte man den PH kontrollieren, wir hatten schon “Desti”-Wasser gekauft was einen PH von 8 hatte, oder “Osmosewasser”, das bekommt man in vielen Aquaristikläden. Unser fertiges vollentsalztes Wasser lagern wir in Kanistern, das Wasser wird mit einem Aufhärtesalz aufgehärtet.

Beckengrösse:

Wir sind in der “Nanozeit”, auch wohl darum erleben die Garnelen so einen Boom, kleine Becken machen es möglich dass sich praktisch Jeder ein Aquarium auch in die kleinste Wohnung stellen kann. Da sollte man jedoch auch beachten, desto grösser das Becken ist, desto stabiler läuft es. Kleine Fehler machen sich in kleinen Becken oft tragisch bemerkbar… Ich selber nehme Becken unter 54 Liter nur als reine Quarantänebecken.

“Anfängergarnelen”:

Als klassische Anfängergarnelen gelten zum Beispiel die Red Fire / Cherry Fire, Blue Pearl, White Pearl und Yellow. Die vermehren sich sehr gut und viel und auch relativ schnell.

Zum Start sind 10 Garnelen eine gute Zahl. Wenn es jetzt nur 9 sind, ist das auch nicht tragisch.

Wieviele verschiedene Arten in einem Becken:

Das ist natürlich Jedem selbst überlassen, man sollte jedoch bedenken dass sich viele Garnelen untereinander kreuzen, dann bekommt man Mischlinge und sollte das beim Verkauf oder verschenken den Leuten unbedingt vorher sagen. Man hört auch oft, dass wenn man zum Beispiel Red Fire mit Crystal red in einem Becken hält, sich die Red Fire durchsetzen werden und irgendwann würde man keine Crystal red mehr finden… zudem muss man die Wasserwerte beachten, die die verschiedenen Arten brauchen.

Garnelen sind angekommen, was nun?:

Ich nehme immer 2 Eimer, in den einen kommen die neuen Garnelen mit dem Transportwasser, in den anderen das Aquarienwasser aus dem Becken wo sie reinkommen. Dann verbinde ich beide Eimer mit einem kleinen Schlauch (zum Beispiel mit Wäscheklammern festmachen an den Eimern), schliesse einen Lufthahn an und lasse das Aquarienwasser ganz langsam in den Eimer mit den neuen Garnelen tropfen, mindestens 3 Stunden lang. Man sollte nachher im Eimer mit den neuen Garnelen die 3-4fache Menge Wasser drin haben. Ich hatte so bisher noch nie Verluste beim umsetzen/eingewöhnen.

Laub:

Laub sollte in keinem Garnelenbecken fehlen. Eichenlaub oder Buchenlaub, Erlenzäpfen und Seemandelbaumblätter habe ich in all meinen Becken immer drin, man findet, wenn überhaupt nach einiger Zeit nur noch die Stengel. Die Blätter zuerst überbrühen wegen Keimen, dann sinken sie, je nach Art, auch spätestens nach einigen Tagen ab. Das Laub kann man selber sammeln gehen, jedoch sollte man keins an stark befahrenen Strassen nehmen oder aus gespritzten Gärten oder direkt an Feldern.

Futter:

Meine Garnelen fressen am liebsten alles aus dem Tetra Crusta Menu, Spirulinatabletten, und vieles mehr. Auf Gemüse und Obst verzichte ich in meinen Becken, ich habe es auch ausprobiert, aber sie gehen eh nicht dran, kommt wohl daher dass sie in ihren Habitaten auch keine Gurken im Wasser finden ;-) Vieles belastet das Wasser sehr schnell.

Ich füttere immer nur so viel, daß nichts liegenbleibt, meine Schnecken sind auch gute Restfutterverwerter. Sollte trotzdem mal was liegen bleiben, sauge ich es mit einem dünnen Schlauch nach ein paar Stunden ab. Bei Vielen liest man dass sie sehr gerne Brennesselblätter futtern, da sehe ich manchmal nur eine Garnele drauf. Bei Gemüse/Obst aufpassen, das meiste ist ja leider gespritzt, wenn, dann Bio nehmen, aber auch da wo Bio draufsteht ist nicht immer Bio…

Filter:

Beim Kauf von einem Filter darauf achten, dass er Garnelensicher ist, ansonsten Garnelensicher machen, mit einem Filterschwamm oder “Damenstrumpf” zum Beispiel, es gibt auch im Handel so extra Netze für drüber. Bei Filtern lautet die Devise: zu gross gibt es nicht!

Ich betreibe zur Zeit mein 160 Liter Becken mit einem Maximalfilter Biologo Set 120, es dauert Ewigkeiten bis man die Watte austauschen muss. Das einzige was man da noch braucht ist eine Luftpumpe. Wir haben 2 mal Schego Optimal und einmal Eheim 100 im Einsatz. Die Pumpen sind sehr leise und können Problemlos in einem Schlafzimmer laufen ohne dass sie stören. Das 54er Becken: Innenfilter – Pumpe: Biobox 1.

Ich habe all meine Becken zusätzlich mit einem Ausströmerstein belüftet, darüber gibt es auch unterschiedliche Aussagen. Meine Garnelen fühlen sich wohler als ohne, vor allem da wir hier in der Dachgeschosswohnung oft tropische Temperaturen erreichen.

Beckentemperatur:

Die meisten Garnelenarten (trifft aber zum Beispiel nicht auf die Sulawesi-Arten zu) fühlen sich bei Temperaturen zwischen 22 und 24 Grad sehr wohl. Man liest oft, dass Garnelen Temperaturen bis 30 Grad problemlos aushalten würden, das kann ich so nicht bestätigen. Uns sind im Blue Pearl Becken vor allem “alte” und ausgewachsene und auch leider eiertragende Garnelen bei einer Temperatur über 26 Grad gestorben.

Seit wir auf allen Becken die Lüfter laufen haben, gibt es bei den Blue Pearls keine Ausfälle mehr. Bei zum Beispiel conrad.de kann man sich einen Thermoschalter mit Temperaturfühler kaufen, dann braucht man nicht dauernd den Thermometer bei heissen Tagen im Auge behalten.

Wenn die Aquarien in der Wohnung stehen, wo es nie kälter als 16 Grad Nachts wird, braucht man keine Heizung, ausser natürlich wie bei Sulawesiarten, die es wärmer brauchen. Vorher genau informieren welche Wasserwerte und Temperaturen die Garnelen brauchen!

Garnelen schwimmen wie irre herum:

Das nennt sich “Paarungsschwimmen”, dann sieht man meistens 1-2 Tage später die Garnelenweibchen mit Eiern herumtanzen! Und dann gehts erst richtig los, wenn sich die Minigarnelchen im Becken vergnügen!

Garnelen taumeln, fallen zur Seite, sitzen wie erstarrt, sind träge:

Träge sind Zwerggarnelen nach der Häutung oder kurz davor. Ansonsten soll man gesunde Garnelen immer sich durchs Becken fressen sehen ;-) Sie sitzen auch schon mal ne längere Zeit an einer Stelle, jedoch nie den ganzen Tag!

Taumeln die Garnelen, oder fallen sie zur Seite oder bleiben wie erstarrt Stunden sitzen, dann stimmt was nicht! Taumeln ist ein Anzeichen für eine Vergiftung! Sofortmassnahme: Mindestens 50-80 Prozent Wasserwechsel machen…

Sitzen alle Garnelen oben im Becken oder wollen sogar über den Filter / Schläuche aus dem Becken flüchten ist das auch ein Anzeichen, das was mit den Wasserwerten nicht stimmt, oder Sauerstoffmangel oder es sind Fressfeinde im Becken wie zum Beispiel Libellenlarven…

So das wars mal in Kürze ;-)

Wenn Ihr Fragen habt, nur zu!

Ich wünsche Euch viel Erfolg mit Euren Garnelen!!

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